Links

Letztes Feedback

Meta





 

Die Sache mit dem Datenschutz

Zuletzt musste ich mich im Rahmen meiner Ausbildung ausgiebig mit dem Datenschutz auseinandersetzen. Es ging um die Erhebung von personenbezogenen Daten und wie dies zu erfolgen hat.

Wusstet Ihr, dass beispielsweise Google Daten erhebt, wenn Ihr einfach nur im Internet über eben jene Suchmaschine nach etwas sucht? Ohne irgendwem hier zu nahe treten zu wollen, denke ich doch, dass die Antwort sehr oft Nein ist.

Viele Nutzer denken gar nicht daran, dass irgendwelche Daten erhoben werden, wenn man einfach nur mal nach den neuesten Trends in der Modewelt sucht. Denn die Meisten denken ja beim Datenschutz an Name, Adresse, Geburtsdatum, Name der Eltern etc.

Aber dieses Denken ist in Zeiten des Internets falsch. Bei personenbezogenen Daten handelt es sich um jegliche Daten, die einen Rückschluss auf eine bestimmte Person zulassen. Das können verwendete Spitznamen, Pseudonyme und sogar Suchanfragen sein.

Und genau hier tritt Google ins Rampenlicht. Das Unternehmen speichert die "Suchdaten" und wertet diese aus. So ist es dem Konzern möglich, ein Profil von dem "Sucher" anzufertigen. Und, diese Profile werden dann an andere Unternehmen zu deren Werbezwecken "weitergegeben", um es schön auszudrücken. Wer sich schon immer gefragt hat, warum in den Werbeblöcken in den Webbrowsern immer Angebote zu sehen sind, die mit der letzten Suche übereinstimmen, hat nun die Antwort: Google speichert die IP-Adresse und hinterlegt Cookies auf dem Rechner, damit eben jene Werbung auch an den Richtigen gelangt.

Viele denken sich vermutlich, "das ist doch nicht schlimm". Aber genau hier fängt ein Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung an! Und wenn Google das schon bei den Suchanfragen macht, wo hören diese Eingriffe dann auf? Sie hören eben nicht auf.

§ 3a BDSG verpflichtet die verantwortlichen Stellen zur Datenvermeidung und Datensparsamkeit. Das heißt, das Unternehmen, welches Daten erheben will, sich vorher schon überlegen muss, ob diese Daten zur Erreichung des Ziels überhaupt notwendig sind.

Wenn ich mir den Großteil der Apps oder auch Foren anschaue, so sehe ich ständig einen Verstoß gegen diesen Grundsatz. Denn, wozu muss beispielsweise die Ebay-App für mein Smartphone auf die Anmeldedaten meines Gerätes, Standortdaten, Spracheinstellung und Informationen zur Interaktion mit der App, um nur Einiges zu nennen, zugreifen dürfen? Um über Ebay Dinge zu veräußern oder zu kaufen braucht es dieser Zugriffsrechte nicht. Aber, damit diese App eben kostenlos ist, will man diese Daten haben, um diese Daten verkaufen zu können.

Das Problem ist, dass es keine Sanktionierungen für Verstöße gegen § 3a BDSG gibt. Das wiederum bedeutet, dass es vielen Unternehmen egal ist, ob sie gegen die Verpflichtungen des § 3a BDSG verstoßen oder nicht. Es hat letztlich kaum Folgen für sie.

Ich möchte hier nicht tiefer in die Materie einsteigen. Ich möchte nur dazu aufrufen, sich mehr Gedanken darüber zu machen, was man im Internet alles über sich Preis gibt, ohne darüber nachzudenken.

Sehr interessant ist dabei auch folgende, von Microsoft ins Leben gerufene Kampagne:

http://www.scroogled.com/

Schaut einmal rein und macht Euch ein Bild davon, was Google alles von Euch für seine (wirtschaftlichen) Zwecke nutzt.

Abschließend möchte ich festhalten: Stellt man es überspitzt dar, gibt es im Internet keine Privatsphäre und nur ein eingeschränktes Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Achtet auf Eure Daten, egal welcher Art!

23.10.13 12:47

Letzte Einträge: Chaos, 40-Stundenwoche Adieu!

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen