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40-Stundenwoche Adieu!

Wer arbeitet denn mehr als acht Stunden am Tag? Da schreien bestimmt einige "Hier". Und an wie vielen Tagen der Woche?

Interessant an der Sache ist, dass § 3 S. 1 ArbZG besagt, dass die werktägliche "Höchstarbeitszeit" acht Stunden beträgt. Tja, aber was heißt denn nun Werktag?
Werktag bedeutet Montag bis einschließlich Samstag. Somit kommen wir auf 48 Stunden in der Woche!

"Nun gut, das ist ja nicht weiter schlimm, ich arbeite ja nur von Montag bis Freitag." Denkste!
Denn laut allgemeiner Rechtsprechung und der herrschenden juristischen Meinung können diese 48 Stunden auch auf nur fünf Arbeitstage umgelegt werden.
Hintergrund ist folgender:
Gemäß § 3 S. 2 ArbZG kann die werktägliche Arbeitszeit auf bis zu zehn Stunden erhöht werden, wenn es in einem Zeitraum von 24 Wochen einen Ausgleich in der Form gibt, dass im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. [Laut einer Kommentierung sind die 24 Wochen mit EU-Recht unvereinbar, wonach es eigentlich 16 Wochen sein müssen]

"Das ist mir egal, bei uns wird Samstags nie gearbeitet!"
Einerseits richtig, anderseits falsch. Denn auch wenn in manchen Betrieben grundlegend an Samstagen nicht gearbeitet wird, so kann der Samstag dennoch als regulärer Werktag, der er nun mal ist, zum Ausgleich für die Erhöhung der "Höchstarbeitszeit" herangezogen werden.

Das wiederum bedeutet, dass Ihr Euch gegen einen Arbeitsvertrag, der von Montag bis Freitag täglich bis zu 9,6 Stunden vorsieht, nicht in der Hinsicht wehren könnt, als dass Ihr diese Vereinbarung als unwirksam darstellt. Diese Vereinbarung ist nämlich wirksam. Durch den freien Samstag, der ja eigentlich ein regulärer Werktag ist, bekommt Ihr immer wieder einen Ausgleich.
Toll, oder?

Für manche vielleicht keine neue Erkenntnis.
Mich würde dennoch interessieren, wie viele Chefs das eigentlich wissen...

13.11.13 17:56, kommentieren

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2-Euro-Dublikat

Anfang der Woche habe ich von einem Freund vier Euro in die Hand gedrückt bekommen. Zumindest dachte ich das...

Zwei Geldstücke, beide sehr ähnlich aussehend, aber dennoch von Grund auf verschieden. Die eine Münze war ein reguläres 2-Euro-Geldstück. Die andere konnte ich erst nicht so recht zuordnen. Weder auf der einen noch auf der anderen Seite war eine Wertigkeit aufgedruckt. Auf der einen Seite das Profil eines Mannes und auf der anderen Seite eine Art Palast.
Ich brauchte bei der Suchmaschine mit dem "G" nur nach "asiatischer Münze" - denn die Schriftzeichen sahen danach aus - suchen und bin sofort fündig geworden. Es stellte sich heraus, dass diese Münze aus Thailand ist und die 10-Baht-Münze ist. Mehr Infos gibt es bei Wikipedia:

http://en.wikipedia.org/wiki/Ten-baht_coin

Aufgrund der starken Ähnlichkeit zu der 2-Euro-Münze kann sowas schnell ärgerlich werden, schaut man mal beim Bezahlen oder so nicht genau hin. Denn diese Münze ist umgerechnet gerade einmal 23 Cent wert. Könnte sich daraus eine kriminelle Geschäftsidee ergeben haben?

Mich stört diese Verwechslung nicht großartig. Sicher geht es hier um Geld. Aber ich denke, mein Freund hat nicht vorsätzlich gehandelt. Und nun weiß ich, dass ich auch bei den Geldstücken genauer hinschauen sollte.

12.11.13 16:31, kommentieren